Exkursion Bibliothek Hasenbergl

Die 2012 neu eröffnete Stadtteilbibliothek Hasenbergl wurde als Zukunftsprojekt konzipiert und eröffnet durch architektonische Großzügigkeit und ihre technische Modernität vielfältige neue Spielarten und mediale Möglichkeiten.

Das Haus bietet Raum für Miteinander und Individualität, für Beratung und Vermittlung, für Leises und Lautes – und vor allem für vielfältige Kooperationen, die vorher aus Platzgründen nicht möglich waren.
Die zweigeschossige Bibliothek ist in mehrere Bereiche aufgeteilt: Im EG befinden sich auf einer Hälfte – getrennt durch die Treppe ins OG und ein Studio- die Rückgabe und Ausgabe (Selbstverbuchung mit RFID), die Anmeldung mit Beratung, der Zeitungs- und Zeitschriftenlesebereich, ebenfalls zwei Arbeitsplätze mit der Möglichkeit in internationalen Zeitungen und Zeitschriften zu blättern und Artikel auszudrucken.

In der zweiten Hälfte (geschützt durch das Studio) befindet sich der Kinderbereich mit Podest, Leinwand und Beamer, in dem sich Führungen, Vorleseaktionen, Bilderbuchkino und weitere Veranstaltungen durchführen lassen.

Im OG befindet sich der Sachbuchbestand mit zahlreichen Arbeitsplätzen (Tische mit Stromanschluss für Laptops, etc.,). Dieser Bereich wird inzwischen von Schülern zum Lernen so stark genutzt, dass Regale abgebaut und zusätzliche Tische mit Stromanschluss und Steckdosen aufgestellt werden mussten.

Auch der Jugendbereich ist – etwas abgetrennt – im OG. Dort finden sich kaum noch Bücher, sondern Nonbooks (DVDs, Spiele, CDs, etc.) und eine große Leinwand mit der Möglichkeit interaktive Spiele zu spielen. Jugendliche nutzen den Bereich als Treffpunkt und die Eltern wissen, dass sie sich in einem geschützten Bereich aufhalten.
Ein Studio im EG – flexibel für verschiedene Zwecke nutzbar – für Lerngruppen, Besprechungen, Workshops, technisch ausgestattet mit Steckdosen an allen Arbeitsplätzen, Leinwand, Beamer, flexibler Bestuhlung, kann auch an externe Nutzer vermietet werden.

Gelungen: Schaffung geschützter, öffentlicher und kommerzfreier Räume, in denen sich Menschen begegnen können. Digitale Teilhabe für Menschen ohne Internet oder mit Mobilitätseinschränkung durch die digitalen Medien. Ein Miteinander von Menschen mit Migrationshintergrund durch Sprachkurse, Bereitstellung von Hardware (Laptop) für Hausaufgaben. Viele Initiativen finden Platz für ihre Anliegen und Veranstaltungen.
Weniger Bücher, mehr Platz für Lernräume, Aktionen und Begegnung
Gefordert: Ein hohes Maß an Flexibilität